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Projektskizze zu meiner Dissertation

Die Darwin Information Type Architecture (DITA) ist dabei sich als neuer Standard in der technischen Dokumentation zu etablieren. Mit dem in ihr realiserten Prinzip des topic oriented authoring wird vor allem das Schreiben nach dem Buchparadigma zugunsten vieler funktionaler Bausteine abgelöst.

Durchstreift man die Foren und die existierende Literatur stellt man schnell fest, dass die am meisten diskutierten Probleme mit DITA technischer Natur sind. Es geht um das Generieren von Ausgabeformaten sowie die Spezialierungen und Erweiterungen des DITA Grundgerüsts.

Durch die Brille des Linguisten merkt man schnell, dass bestimmte Fragestellungen gar nicht oder nur am Rande diskutiert werden. Was bedeutet denn der Abschied vom Buchparadigma. welche Auswirkungen hat das Schreiben von topics auf den am Ende stehenden Text. Denn das ist und bleibt das Ergebnis der Arbeit des technischen Redakteurs.

Gut, im Gefolge des DITA-Triumphzuges haben wir es nicht mehr mit technischen Redakteuren sondern mit Informationsarchitekten zu tun. Das labelling ist neues Grundwerkzeug und wohl auch dem Einsatz von XML geschuldet.

Mein Dissertationsprojekt soll sich mit dem Blick in die Zukunft, die zweifelsohne DITA gehört, noch einmal auf die Wurzeln besinnen ohne sich dabei den Rücken auszurenken. Es geht darum die Fragen nach den Textzusammenhängen zu beantworten.

Wie?

Als erstes soll in einem kurzen Wurf die Anatomie einer Informationsarchitektur afgezeigt werden. Als Intermezzo folgt eine kurze, sehr kurze Einführung in die Charakteristik einer Auszeichnungssprache, in diesem Falle XML. Dann erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Konzept von DITA. Allerdings nicht mit dem Schwerpunkt der Spezialisierung oder des Customizing auf Bedürfnisse individueller Realisierungen. Es geht viel mehr darum die DITA zu Grunde liegenden Strukturen der Information zu analysieren.

Den letzten Schritt bildet die Anwendung einer funktionalen Texttheorie mit den ihr eigenen Analyse und Beschreibungswerkzeuge auf die neuralgischen Punkte der DITA Architektur. Ich will damit herausarbeiten, dass unter Zuhilfenahme dieser Werkzeuge auch eine Qualitätssicherung und -steigerung der Dokumentation im Hinblick auf die Verständlichkeit oder neudeutsch Usability  erfolgt.